Der Mai ist gekommen … die Bäume schlagen aus

Gesucht werden: Phänologische Beobachter*innen

Die Phänologie (griech.: „Lehre von den Erscheinungen“) ist ein Teilgebiet der Klimatologie und beschreibt im Jahresverlauf periodisch wiederkehrende Wachstums- und Entwicklungsphasen in der Natur, wie das Aufblühen einer Pflanze, deren Fruchtreife oder der Brutbeginn der Vögel.

Pflanzen sind Bioindikatoren, Anzeiger für Umwelt- oder Klimaverhältnisse, da sie direkt von den Umwelteinflüssen abhängig sind und Witterungs- und Klimaverhältnisse ihr Wachstum beeinflussen.

(Bild-Quelle: https://twitter.com/bmu/status/1238035433294049281/photo/1) 

Im Beobachtungsprogramm sind weit verbreitete Wildpflanzen, Forst- und Ziergehölze, landwirtschaftliche Kulturen, Obstgehölze und Weinreben, u.a. in Blattentfaltung; Blüte, Fruchtreife, Blattverfärbung und Blattfall. Sie begründen biologisch zehn „phänologische Jahreszeiten“. Diese Einteilungen sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich, abhängig von regional einsetzenden Entwicklungsstufen. Jeder phänologischen Jahreszeit sind Zeigerpflanzen zugeordnet:

Vorfrühling:

Blüte von Hasel, Märzenbecher, Schneeglöckchen und Saalweide

Erstfrühling: Blüte der Forsythie, Stachelbeere, Kirsche, Pflaume und Birne, Schlehe und Ahorn; Laubentfaltung von Birke und Buche
Vollfrühling: Blüte von Apfel, Flieder, Rosskastanie; Laubentfaltung von Eiche und Hainbuche
Frühsommer: Blüte von Holunder, Roggen, Robinie; Blütehöhepunkt der Wiesen und Getreidefelder, erste Heumahd
Hochsommer: Lindenblüte und Reife von Johannisbeere und Winterroggen
Spätsommer: Heideblüte, Reife früher Obstsorten, Eberesche, Getreideernte; zweite Heumahd
Frühherbst: Herbstzeitlosenblüte, Reife von Holunder, Rosskastanie, Höhepunkt der Obsternte
Vollherbst: Kartoffelernte und allgemeine Laubverfärbung
Spätherbst: allgemeiner Laubfall, Abschluss der Vegetationszeit
Winter: Ruhezeit

  (Quelle: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/pflanzenwiesen/jahreszeiten.html)

Der Deutsche Wetterdienst erhebt seit Mitte des letzten Jahrhunderts systematisch die Daten der phänologischen Beobachtungen und sucht Beobachter*innen, die regelmäßig in der Natur sind und besondere Vegetationsstufen verschiedener Pflanzen erkennen und einordnen können. Wäre dies nicht auch etwas für uns in den hessischen Natur- und Waldkindergärten?

Informationen und Ansprechpartner für Interessent*innen: Anja Engels, Tel.: 069/8062-2946; phaenologie@dwd.de

(Quelle: Deutscher Wetterdienst, Agrarmeteorologie; Frankfurter Straße 135, 63067 Offenbach)

Noch mehr Infos gibt es hier:  https://www.naturgucker.info/vielfalt-studieren/naturguckermonitoring/phaenologie-mit-dwd/

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